Seit 2010 veranstaltet die Fakultät Wirtschaft und Soziales an der HAW Hamburg die Ringvorlesung „Migration macht Gesellschaft“.

Mit dem Titel „Migration macht Gesellschaft“ soll zweierlei zum Ausdruck gebracht werden:

1. Dass Migration konstitutiv für Gesellschaft ist, also den Normalfall darstellt. Denn wie bspw. die Diffusionstheorie uns lehrt, haben wir es Migrationsbewegungen zu verdanken, dass unsere Erdkugel so bevölkert ist, wie wir sie heute kennen.

2. Mit der Mehrdeutigkeit des Begriffs „macht“ im Titel der Ringvorlesung soll auf die hegemonialen Machtprozesse, die heutzutage mit Migrationsphänomenen assoziiert sind, mit ihren weit reichenden Folgen für Individuen und Gesellschaft im Kampf um Zugang zu gesellschaftlichen, symbolischen und materiellen Ressourcen, hingewiesen werden.

Institutionen Sozialer Arbeit und (hoch-)schulischer Bildung, die qua Auftrag für Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit zu sorgen haben, agieren im Spannungsfeld zwischen der Abschaffung von diskriminierenden Verhältnissen und deren Reproduktion.

Diese diskriminierenden Machtprozesse und ihre vielfältigen Konsequenzen im Kontext der Migrationsgesellschaft theoretisch zu reflektieren, Widersprüche bzw. Konsequenzen für das professionelle Handeln aufzuzeigen und diese gesellschaftspolitisch einzuordnen ist das, was mit dieser Vortragsreihe intendiert wird.


Konzeptionsteam

Prof. Dr. Annita Kalpaka, Department Soziale Arbeit, HAW Hamburg

Prof. Dr. Louis Henri Seuwka, Department Soziale Arbeit, HAW Hamburg

Prof. Dr. Miriam Richter, Department Pflege und Management, HAW Hamburg

Dipl.-Pol./Dipl. Vw. Isabel Collien, Department Pflege und Management und Stabsstelle Gleichstellung, HAW Hamburg

Josephine Akinyosoye, Stabsstelle Gleichstellung, HAW Hamburg